Gewerbesteuer

  • Grunderwerbsteuer: Wann liegt ein einheitliches Vertragswerk vor? 1. Juni 2017

    Wenn Sie ein unbebautes Grundstück erwerben und anschließend bebauen lassen, müssen Sie damit rechnen, dass das Finanzamt nicht nur den bloßen Bodenwert mit Grunderwerbsteuer belastet (je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises), sondern auch die späteren Bauerrichtungskosten. Grund hierfür sind die Regelungen zum sogenannten einheitlichen Vertragswerk, nach denen zu prüfen ist, ...

  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Beteiligung einer natürlichen Person blockiert gewerbliche Prägung 27. Februar 2017

    Personengesellschaften, die mit Einkünfteerzielungsabsicht handeln und keine originär gewerbliche Tätigkeit ausüben, müssen nach dem Einkommensteuergesetz gleichwohl als Gewerbebetrieb eingestuft werden, wenn bei ihnen

    • ausschließlich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften als persönlich haftende Gesellschafter eingesetzt und
    • nur diese Kapitalgesellschaften oder Nichtgesellschafter zur Geschäftsführung befugt sind.

    Hinweis: Die gewerbliche Einordnung nach dieser „Geprägeregelung“ führt dazu, dass die Gesellschafter als Mitunternehmer Einkünfte ...

  • Private Vermögensverwaltung: Vermietung eines Einkaufszentrums löst keine Gewerbesteuerpflicht aus 22. Februar 2017

    Wenn Vermieter mit ihrer Vermietungstätigkeit die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb überschreiten, werden sie vom Finanzamt bzw. von der Stadt zur Gewerbesteuer herangezogen. Ein solch teurer Grenzübertritt liegt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung vor, wenn die Vermögensnutzung im Sinne einer „Fruchtziehung aus Substanzwerten“ in den Hintergrund tritt und es dem Vermieter stattdessen in erster ...

  • Grundstücksunternehmen: Großer Senat des BFH befasst sich mit erweiterter Gewerbesteuerkürzung 31. Januar 2017

    Wenn ein Gewerbebetrieb Grundbesitz in seinem Betriebsvermögen hält, das nicht von der Grundsteuer befreit ist, mindert sich sein für die Gewerbesteuer relevanter Gewerbeertrag um 1,2 % des Einheitswerts, der zuletzt für den Grundbesitz festgestellt worden ist.

    Hinweis: Diese pauschale Kürzung soll eine Doppelbesteuerung des Grundbesitzes mit Gewerbesteuer und Grundsteuer abmildern.

    Reinen Grundstücksunternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten ...

  • Umwandlung: Einheitlich und gesonderte Feststellung des Einbringungsgewinns 19. Oktober 2016

    Das Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) ermöglicht die steuerneutrale Umstrukturierung von Unternehmen und Beteiligungen. Ohne das UmwStG wären nahezu sämtliche Verschmelzungen, Einbringungen und Spaltungen als Veräußerungsvorgänge zu werten, zum Beispiel wäre die Einbringung eines Einzelunternehmens gegen Gewährung neuer Anteile an einer GmbH ein Tauschgeschäft.

    Bei einigen Umwandlungen wechseln die zu übertragenden Wirtschaftsgüter jedoch das Besteuerungsregime, wie auch im vorgenannten ...

  • Gewerbliche Abfärbung: Keine Bagatellgrenze bei Beteiligung an gewerblichem Unternehmen 21. September 2016

    Wie Sie sicher schon gehört haben, wird die von einem Einzelunternehmen bzw. einer Personengesellschaft gezahlte Gewerbesteuer teilweise oder sogar vollständig auf die Einkommensteuerschuld des Unternehmers bzw. Gesellschafters aus Gewerbebetrieb angerechnet. Als Daumenregel gilt, dass bis zu einem Gewerbesteuerhebesatz von ca. 400 % eine komplette Anrechnung möglich ist.

    Für den einen oder anderen dürfte es dagegen neu ...

  • Gewerbesteuer: Ganzer Freibetrag trotz unterjähriger Auflösung der GbR 27. August 2016

    Natürliche Personen und Personengesellschaften wie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder die Kommanditgesellschaft können die Gewerbesteuer seit 2008 nicht mehr als Betriebsausgabe abziehen. Sie können sie aber mindernd auf ihre Einkommensteuerschuld anrechnen. Tatsächlich festgesetzt wird die Gewerbesteuer allerdings erst über einem Gewerbeertrag von 24.500 €.

    Dabei ist es interessant zu wissen, dass sowohl die Gewerbesteuer als ...

  • Freiberufler: Gewerbliche Einkünfte durch Beteiligung von Kapitalgesellschaft 23. Juli 2016

    Wann sind Einkünfte freiberuflich und wann nicht, und wie unterscheiden sich freiberufliche Einkünfte eigentlich von gewerblichen? Das sind Fragen, deren Beantwortung ganze Bücher füllen könnte. Kurz gesagt aber sind unternehmerische Einkünfte, die als freiberuflich im Sinne des Einkommensteuergesetzes gelten (also etwa Einkünfte von Ärzten, Steuerberatern, Architekten, Wirtschaftsprüfern etc.), keine gewerblichen Einkünfte, alle anderen unternehmerischen Einkünfte ...

  • Strafzinsen der Banken: Betriebsausgabenabzug ja, Gewerbesteuerhinzurechnung nein 28. April 2016

    Niedrige Guthabenzinsen sind für Sparer mittlerweile an der Tagesordnung – viele Kreditinstitute bewegen sich mit ihren Tagesgeldkonditionen seit Längerem nahe der Nullprozentmarke. Neu ist, dass vereinzelte Banken mittlerweile auf hohe Geldeinlagen sogar negative Einlagezinsen verlangen. Wer sein Geld zur Bank bringt, muss mitunter also einen Strafzins fürchten.

    Wie Unternehmen diesen Negativzins (gewerbe-)steuerlich behandeln müssen, haben nun ...

  • Gewerbesteuer: Keine Hinzurechnung bei ausschüttungsbedingter Teilwertabschreibung? 23. April 2016

    Bezieht eine Kapitalgesellschaft Dividenden von einer anderen Kapitalgesellschaft, sind diese grundsätzlich zu 95 % von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit. Die Gewerbesteuerfreiheit hängt jedoch davon ab, ob es sich bei der ausschüttenden Gesellschaft um sogenannten Streubesitz der empfangenden Gesellschaft handelt oder nicht: Die Dividende ist nur dann gewerbesteuerfrei, wenn die Muttergesellschaft zu mindestens 15 ...

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